Musik um Mitternacht

In einem Keller-Club in Veliko Tarnovo geriet ich zufällig in eine Jam Session der lokalen Jazzgrößen. Sie feierten die Veröffentlichung eines Buches über Populärmusik in Veliko Tarnovo. Zwar hatte ich schon reichlich Fotos gemacht, aber da leider der offziell bestellte Fotograf ausgeblieben war, wurden es noch ein paar mehr.

Grenzen

Zusammen gehalten von einer Uniform. tressenbewehrt, mit Sternchen und Streifen geschmückt, ausgestattet mit Stempeln und Waffen, bilden Grenzer die Außenposten der Bürokratie eines Landes. Innerhalb der EU schwinden die Grenzstellen, doch auf dem Weg von Norddeutschland Richtung Südost überquert man eine ganze Reihe von Grenzen, die weniger deutlich markiert sind und von denen sich manche abrupt bemerkbar machen, während andere sich unmerklich zu ergeben scheinen.

Notizen aus Sofia

Morgens um neun, wenn die Stadt in Geschäftigkeit verfallen sollte, fällt vor allem eines auf: Die über allem liegende Ruhe. Dabei ist weder Sonntag noch Feiertag und auch die Ohren haben nicht unter der Fahrt mit der Serbischen Eisenbahn gelitten. Niemand hupt, keiner lässt den Motor aufheulen, und selbst die Fahrgäste in der Straßenbahn bewahren vor allem Ruhe.

Sofia

Sofia war ohne Zweifel die hübscheste Stadt bisher. Nur hat sie einen gravierenden Mangel: Es geht viel zu ruhig zu.

Das Konzentrationslager in Niš

Niš, immerhin die drittgrößte Stadt in Serbien nach Belgrad und Novi Sad, hatte ich vor der Fahrt noch nie wahrgenommen. Um so bitterer berührte der Hinweis auf das Konzentrationslager am Ortseingang, weil das Zeugnis der Geschichte, mit der die anderen einen in Zusammenhang bringen, egal wie das eigene Verhältnis zur Nazi-Zeit aussieht, selbst an einem nicht bekannten Ort bereits existiert.

Eisenbahngeschichten

Mit dem Zug zu fahren. dürfte in Südosteuropa die schnellste, günstigste und unspektakulärste Art des Reisens sein. Aber die serbische Eisenbahn hält besondere Herausforderungen bereit, und dann gibt es noch Versteckspiele mit Zöllnern.

Belgrad

Ein Spaziergang durch Belgrad hält viele Überraschungen bereit, bevor man im beschaulicheren Zemun am Wasser sitzen kann.

Scheinchen wechsel dich

Zu den ersten serbischen Wörtern, die hängen bleiben, gehört »Menjačnica«. Die Wechselstuben stellen in Novi Sad, Belgrad und Niš an jeder dritten Ecke Tafeln ihrer Kurse auf den Bürgersteig, die auf eine Kammer in der Hauswand verweisen.

In orthodoxen Kirchen

Das Innere der Kathedrale des Hl. Sava in Belgrad, der größten christlich-orthodoxe Kirche in Südosteuropa und von ähnlichen Ausmaßen wie die Hagia Sophia in Istanbul, befindet sich weitgehend noch im Rohbau. Begonnen 1935, wurde der Bau durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen und erst nach 88 Eingaben 1985 weitergeführt. 2012 soll die Kirche fertig gestellt werden.