Lagunenstadt Abidjan
Abidjan gibt es nicht einmal sondern zehnfach: Die Stadt besteht aus zehn verschiedenen Gemeinden, die sich teilweise stark unterscheiden. Yopougon ist die bevölkerungsreichste, Plateau die ökonomisch potenteste und in Cocody gleicht der Lebensstandard eher dem in Europa. Die langgestreckte Ebrié-Lagune schützt die Stadt vor dem offenen Meer und erlaubt es fast bis ans Wasser zu bauen.
Grand Bassam: Kolonialismus und Welterbe
Die kleine Stadt Grand Bassam, etwa 15 Kilometer östlich von Abidjan, diente zum Ende des 19. Jahrhunderts als Sitz der französischen Kolonialverwaltung. In dieser Zeit entstand das Quartier France, das seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehört. Bis heute bezeugt es das bizarre Weltbild der imperial gesinnten Europäer, die sich als Überbringer zivilisatorischer Segnungen verstanden und gleichzeitig alles zerstörten, was der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen entgegenstand.
Im Land der Haudenosaunee
Die Region zwischen Mohawk im Osten und dem Eriesee im Westen, dem Ontariosee im Norden und dem Susquehanna im Süden war früher das Kernland der fünf später sechs Nationen. Doch es erinnern nur noch die Namen von Flüssen, Seen und Städtchen an Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga, Seneca und Tuscarora - besser bekannt unter dem Sammelbegriff Irokesen als unter ihrem eigenen Namen »Haudenosaunee«. Heute entspricht das Gebiet weitgehend dem Staat New York. Aber während alle Welt New York City kennt, verschwinden die kleinen Städte des eher ländlich geprägten Staates im Schatten der Metropole.
Auf dem Rücken des Krokodils
oder auch im Sumpf der Krokodile. »Bama« ist das Wort für Krokodil in Bambara, einem Manding-Dialekt in Mali. »Ko« kurz gesprochen meint Rücken, lang gesprochen bezeichnet es den Sumpf. Dementsprechend gehen die Meinungen, wie der Name der malischen Hauptstadt Bamako zu deuten sei, auseinander. Die Legende weist allerdings auf die weniger abenteuerliche und weniger populäre Version. Demnach habe der Gründer der Stadt in einem Sumpf an dieser Stelle ein Krokodil erlegt. Bamako als die angeblich am schnellsten wachsende Stadt Afrikas dürfte den Tieren aber heute kaum mehr Raum bieten.
Tristesse New York
Stadtlandschaft Buenos Aires
Manche Städte bleiben fremd, egal wie häufig man sie besucht. Andere dagegen nehmen sofort für sich ein - so wie Buenos Aires. Vieles erinnert an spanische Städte, aber die Einflüsse scheinen vielfältiger und die argentinische Metropole mit ihren 13 Millionen Einwohnern bietet so an vielen Stellen ein erfreulich buntes Durcheinander.
Notizen aus Georgien
Auf dem zentralen Freiheitsplatz in Tiflis ist der Hl. Georg - wie meistens - damit beschäftigt, den Drachen abzustechen. Er ist der Nationalheilige Georgiens, und darum verwendet die georgische Flagge, wie die englische, das Georgskreuz - rotes Kreuz auf weißem Grund.
Synagoge, Moschee und Kirche in Tiflis
Die semitischen Religionen greifen nicht nur auf die gleichen Mythen zurück (Adam und Eva, Noah, Moses usw.), sie ähneln sich auch in ihren sakralen Bauten.
Spaziergang durch Tiflis
Tiflis liegt an den alten Handelswegen die Europa und Asien verbanden. Das bedeutete seit alters her auch, der Gier der mächtigen Nachbarn ausgesetzt zu sein: Römer. Perser, Araber, Byzantiner, Türken, Russen. Die großen Reiche sind verschwunden und am Ende haben sich womöglich die Stadt und das Land vor allem an den Eroberern bereichert, in dem sie die verschiedenen Einflüsse aufgenommen haben.